Sep 01

Definition einer verlorenen Liebe

Heute bin ich auf einen sensationellen Satz der Autorin Irène Némirovsky (1903 – 1942 Auschwitz) aus ihrem Roman „Die Vertraute“ gestossen:

„Die Seele, der Geist, die Intelligenz, das hat alles keine Bedeutung, das ist alles nur Dreingabe. Was bleibt ist diese sanfte Bewegung ihrer Schultern, wenn sie ihren Kopf zu mir neigte. Was bleibt ist die Form und die Wärme ihrer Brust, ihr Blick, ein Tonfall ihrer Stimme, diese rasche und matte Bewegung ihrer Hand mit der sie mich weg schob, wenn ich mich ihr näherte und sie vor mir floh. Und jetzt weiss ich auch warum.“

Sep 01

Südbaden vs. Rheinland

Eine ganze Zeit habe ich sie mit mir herumgetragen, diese kleinen Vorurteile gegen die etwas langsamen und verstockten Südbaden mit dem mangelnden Verständnis für Ironie. ….bis mir vor wenigen Wochen folgendes auf der Hütte St.Valentin in Günterstal passiert ist:

Mein Freund Thomas L. und ich haben regenbedingt unsere Canadian-MTB-Abfahrt um einige Meter umverlegt, eben um uns im oben genannten Gasthaus unterzustellen. Leider hatten schon ein paar Leute die gleiche Idee, so dass wir uns schliesslich draussen mit dem Rücken an der Hauswand nieder liessen, wo es aufgrund der Windrichtung auch nicht regnete. Der zugehörige Tisch freilich, wurde getroffen.

Als die Kellnerin herauskam, zog sie den Nacken ein und verzog das Gesicht auf dem Weg zu uns. Sogleich begrüßte ich sie mit den Worten: „Na, ist das denn der richtige Gesichtsausdruck um neue Gäste willkommen zu heissen?“ Sie lies sich nichts anmerken und fragte uns geschäftsmäßig, ob wir auch die Speisekarten haben wollten. Ich lehnte dankend ab und fragte: „Was ist den Ihre Empfehlung des Tages, die nehmen wir dann.“ – „Ein anderes Lokal!“ war ihre Antwort, begleitet von einem vielsagenden Schmunzeln. Durch letzteres motiviert konterte ich: „Na einen Wurstsalat werdet ihr wohl hinkriegen, also zwei mal Wurstsalat bitte (Natürlich nach einem fragenden Blick zu Thomas). „Wurstsalat können wir schon, aber wenn ich mir euch so anschaue, solltet ihr vielleicht besser keinen Wurstsalat bestellen!“, diesmal mit einem ganz eindeutigen freudigen Grinsen im Gesicht. Nun, wir bekamen zwei Biere und zwei Wurstsalate, aller dings kein Besteck. Daher mein Kommentar: „Ich weiss, wir sehen so aus als sollten wir das nicht essen, aber sehen wir denn auch so aus, als ob wir immer mit den Händen essen?“ Diesmal schaute die Kellnerin niedlicher Weise etwas erschrocken, denn sie hatte das Besteck tatsächlich einfach nur vergessen. Einige Zeit später kam sie wieder heraus um zu fragen ob alles in Ordnung sei. „Nein“, rief ich aus, „denn schauen Sie einmal hier, das Bier ist ja völlig verwässert. Gehört das bei Ihnen auch zum Geschäftskonzept?“. (Anmerkung der Redaktion: Es regnete halt die ganze Zeit.) „Moment, da wollen Sie bestimmt mit dem Chef sprechen, ich hole ihn mal eben.“ Der Chef kam heraus, hörte sich unsere Geschichte an und verschwand wortlos wieder im Inneren der Gaststätte. In dem Moment waren wir uns nicht mehr so sicher, ob wir den Bogen nun möglicher Weise doch etwas überspannt haben :-). Dann kam der Chef wieder heraus und servierte uns das hier:  🙂 .-) 🙂

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Ich hab dann übrigens extra noch gefragt, ob sie aus Köln sind die beiden, aber nein, Kellnerin und Chef waren geborene Freiburger :-).

P.S. Aber heute im Sportpark sind mir zwei mal jeweils etwa 60jährige Männer unmittelbar entgegen gekommen. Ich habe gegrüßt, aber die haben nicht zurück gegrüßt die elendigen Südbaden 🙂

Jun 17

Wheels and Waves Teil 2

Jawohl und danach ging es richtig los. Ein Wort aus meiner Jugend, dass ich heute nicht mehr so benutzen würde ist mir wieder eingefallen: „Fratzengeballer“, was so viel heissen sollte wie „vor lauter Action-Spass das Gesicht verzerren“ :-). Doch seht selbst:

https://www.youtube.com/watch?v=HbIq4K8qFAA  (wie üblich evtl. Qualität beim Abspielen hoch stellen, sonst sieht es nicht gut aus)

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Was sich wirklich unwahrscheinlich bezahlt gemacht hat, ist das Motorradnavigationsgerät …

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Jun 17

Wheels and Waves Teil 1

So, Torsten und Dirk sind „on the road again“. Es soll von Narbonne aus durch die Pyrenäen über Andorra nach Biarritz zu dem zum sechsten Mal stattfindenden „Wheels & Waves-Festival“ gehen, ein Treffen für Motorradfahren und Wellenreiter :-). Doch zunächst müssen wir ja erst einmal nach Narbonne kommen. Wir entscheiden uns für den „Käse-Weg“ 😉 durch die Schweizer Alpen. Hat jemand gewusst, dass der Erfinder vom „Alien“ HR Giger ausgerechnet ebenfalls aus Gruyères stammt?

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Jun 02

Übung Übung :-)

Es ist unwahrscheinlich wie harmlos, beim 30cm-Sprung schon fast lächerlich, das auf dem Video aussieht 🙂 :-), in Echt macht man sich aber fast ins Hemd 🙂

Also dies wird eines der letzten Male, wo ich normale Abfahrten ins Netz stelle, in Zukunft dann nur noch Red-Bull-reife Stunts :-), aber da mir ja die Bikes geklaut wurden mussten hier unbedingt Bilder vom neuen „wieder ein Reign“ verewigt werden:

Aug 25

FAZIT: Die schönsten Länder…

5380 km liegen hinter uns, für mich etwa 1000 km mehr, da ich ja noch aus Freiburg angereist bin.

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Weiter empfehlen würde ich unbedingt Polen (insbesondere das Gebiet Masuren). Dort ist alles wie geleckt mit wunderschöner Natur. Es macht einfach Spaß über Feldwege mit direktem Übergang zum Feld zu fahren, ohne Leitplanken, Schilder und sonstige Absperrungen. Mensch und Natur erscheinen durch dieses Detail nicht so getrennt, es geht alles mehr oder weniger ineinander über. Zudem gibt es sensationelles Essen zu tollen Preisen und für die Augen auch schöne … :-).

In Schweden ist es eigentlich ähnlich, bis auf die Preise, bietet aber noch mehr für Menschen mit Kindern, da es dieses ganze Smaland mit den ganzen Astrid-Lindgren-Orten zu bewundern gibt.

Ich möchte unbedingt noch den westlichen Teil von Schweden und eventuell Norwegen erkunden. Da ist nämlich zum Beispiel die Mattisburg aus „Ronja Räubertochter“ :-). Wer kommt mit?

Es ist nicht so, als ob ich die anderen Länder nicht empfehlen würde, in denen wir wirklich sehr viel Freude hatten, wie zum Beispiel in Finnland, aber das Land ist dort viel weiter und eher etwas für einsame Wölfe auf dem Weg in den Sonnenuntergang oder zu den Nordlichtern oder nach Walhalla 🙂

Zum Abschluss noch die Karte der Drehorte von Astrid-Lindgren-Filmen:

A B

Aug 25

ENDE: Vogelfluglinie nach Hamburg und nach Hause

Jetzt weiss ich warum die Fähre von Rodby nach Puttgarden (Fehmarn) Vogelfluglinie heisst:

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Zurück in Deutschland bin ich zu einem Hotel in der Nähe vom Hauptbahnhof in Hamburg’s Stadtteil St. Georg, also weit weg vom Schanzenviertel und noch weiter weg von der Reeperbahn. Dennoch hatte ich zum ersten Mal auf der gesamten Reise das Gefühl, dass ich mein Motorrad wohl besser anketten sollte. Schmutz und Obdachlose, Prostituierte und alkoholisierte Verrückte und Schmierereien und Krach. Nun, es war schon auch spannend, aber mir erscheint die Feststellung für den Vergleich der ehemalige Ostblockstaaten und deren Großstädten mit Deutschland sehr wichtig. Unser Land braucht sich nicht zu viel einzubilden, echt nicht. Fotos habe ich keine mehr gemacht, denn jetzt ist das Abenteuer fertig :-). Fazit folgt: