Mrz 16

Will Smith hört auf sich um das Glück seiner Frau zu kümmern…

… denn jeder muss sich selber glücklich machen. Nun, vielleicht ist das so, aber will man das wirklich? Ist es nicht doch besser etwas zu verlieren zu haben? Das sagt Antoine Saint-Exupery in „Der kleine Prinz“ dazu:

Was bedeutet ›zähmen‹?« »Das wird oft ganz vernachlässigt«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet ›sich vertraut miteinander machen‹.« »Vertraut machen?« »Natürlich«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …« »Ich verstehe allmählich«, sagte der kleine Prinz. »Da gibt es eine Blume … ich glaube, sie hat mich gezähmt …« Wenn du mich zähmst, wird mein Leben heiter wie die Sonne sein. Ich werde den Klang deiner Schritte von den anderen unterscheiden lernen. Alle anderen Schritte jagen mich in meinen Bau. Deine Schritte werden mich wie Musik aus meinem Bau herauslocken. Und dann schau! Siehst du dort die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Weizen ist für mich ohne Nutzen. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig! Aber du hast goldene Haare. Wie wunderbar es sein wird, wenn du mich gezähmt hast! Der goldene Weizen wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Brausen des Windes durch den Weizen lieben …« »Man versteht nur die Dinge, die man zähmt«, sagte der Fuchs. »Die Menschen haben keine Zeit mehr, um etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Da es aber keine Läden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!« Am nächsten Tag kam der kleine Prinz wieder. »Es wäre besser gewesen, wenn du zur gleichen Zeit gekommen wärest«, sagte der Fuchs. »Wenn du zum Beispiel um vier Uhr am Nachmittag kommst, dann kann ich schon um drei Uhr beginnen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit voranschreitet, umso glücklicher werde ich. Um vier werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; dann entdecke ich den Preis des Glücks! Aber wenn du zu irgendeiner Zeit kommst, werde ich nie wissen, wann mein Herz bei dir sein soll … Es muss Bräuche geben.« So also wurde der kleine Prinz mit dem Fuchs vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war: »Ach«, sagte der Fuchs. »Ich muss weinen.« »Du bist selbst daran schuld«, sagte der kleine Prinz, »ich wünsche mir nicht, dass es dir schlecht geht, aber du wolltest von mir, dass ich dich zähme …« »So ist es«, sagte der Fuchs. »Aber nun musst du weinen!«, sagte der kleine Prinz. »So ist es«, sagte der Fuchs. »So hast du nichts gewonnen!« »Ich habe die Farbe des Weizens gewonnen«, sagte der Fuchs. »Die Zeit, die du für deine Rose gegeben hast, sie macht deine Rose so wichtig.« »Die Zeit, die ich für meine Rose gegeben habe«, sagte der kleine Prinz, um es sich einzuprägen. »Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«, sagte der Fuchs. »Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.« »Ich bin für meine Rose verantwortlich«, wiederholte der kleine Prinz, um sich auch dies einzuprägen.

Sep 01

Definition einer verlorenen Liebe

Heute bin ich auf einen sensationellen Satz der Autorin Irène Némirovsky (1903 – 1942 Auschwitz) aus ihrem Roman „Die Vertraute“ gestoßen:

„Die Seele, der Geist, die Intelligenz, das hat alles keine Bedeutung, das ist alles nur Dreingabe. Was bleibt ist diese sanfte Bewegung ihrer Schultern, wenn sie ihren Kopf zu mir neigte. Was bleibt ist die Form und die Wärme ihrer Brust, ihr Blick, ein Tonfall ihrer Stimme, diese rasche und matte Bewegung ihrer Hand mit der sie mich weg schob, wenn ich mich ihr näherte und sie vor mir floh. Und jetzt weiß ich auch warum.“

Sep 01

Südbaden vs. Rheinland

Eine ganze Zeit habe ich sie mit mir herumgetragen, diese kleinen Vorurteile gegen die etwas langsamen und verstockten Südbaden mit dem mangelnden Verständnis für Ironie. ….bis mir vor wenigen Wochen folgendes auf der Hütte St.Valentin in Günterstal passiert ist:

Mein Freund Thomas L. und ich haben regenbedingt unsere Canadian-MTB-Abfahrt um einige Meter umverlegt, eben um uns im oben genannten Gasthaus unterzustellen. Leider hatten schon ein paar Leute die gleiche Idee, so dass wir uns schließlich draußen mit dem Rücken an der Hauswand nieder ließen, wo es aufgrund der Windrichtung auch nicht regnete. Der zugehörige Tisch wurde allerdings getroffen.

Als die Kellnerin herauskam, zog sie den Nacken ein und verzog das Gesicht auf dem Weg zu uns. Sogleich begrüßte ich sie mit den Worten: „Na, ist das denn der richtige Gesichtsausdruck um neue Gäste willkommen zu heissen?“ Sie lies sich nichts anmerken und fragte uns geschäftsmäßig, ob wir auch die Speisekarten haben wollten. Ich lehnte dankend ab und fragte: „Was ist den Ihre Empfehlung des Tages, die nehmen wir dann.“ – „Ein anderes Lokal!“ war ihre Antwort, begleitet von einem vielsagenden Schmunzeln. Durch letzteres motiviert konterte ich: „Na einen Wurstsalat werdet ihr wohl hinkriegen, also zwei mal Wurstsalat bitte (Natürlich nach einem fragenden Blick zu Thomas). „Wurstsalat können wir schon, aber wenn ich mir euch so anschaue, solltet ihr vielleicht besser keinen Wurstsalat bestellen!“, diesmal mit einem ganz eindeutigen freudigen Grinsen im Gesicht. Nun, wir bekamen zwei Biere und zwei Wurstsalate, aller dings kein Besteck. Daher mein Kommentar: „Ich weiss, wir sehen so aus als sollten wir das nicht essen, aber sehen wir denn auch so aus, als ob wir immer mit den Händen essen?“ Diesmal schaute die Kellnerin niedlicher Weise etwas erschrocken, denn sie hatte das Besteck tatsächlich einfach nur vergessen. Einige Zeit später kam sie wieder heraus um zu fragen ob alles in Ordnung sei. „Nein“, rief ich aus, „denn schauen Sie einmal hier, das Bier ist ja völlig verwässert. Gehört das bei Ihnen auch zum Geschäftskonzept?“. (Anmerkung der Redaktion: Es regnete halt die ganze Zeit.) „Moment, da wollen Sie bestimmt mit dem Chef sprechen, ich hole ihn mal eben.“ Der Chef kam heraus, hörte sich unsere Geschichte an und verschwand wortlos wieder im Inneren der Gaststätte. In dem Moment waren wir uns nicht mehr so sicher, ob wir den Bogen nun möglicher Weise doch etwas überspannt haben :-). Dann kam der Chef wieder heraus und servierte uns das hier:  🙂 .-) 🙂

valentin

Ich hab dann übrigens extra noch gefragt, ob sie aus Köln sind die beiden, aber nein, Kellnerin und Chef waren geborene Freiburger :-).

P.S. Aber heute im Sportpark sind mir zwei mal jeweils etwa 60jährige Männer unmittelbar entgegen gekommen. Ich habe gegrüßt, aber die haben nicht zurück gegrüßt die elendigen Südbaden 🙂

Jun 17

Wheels and Waves Teil 2

Jawohl und danach ging es richtig los. Ein Wort aus meiner Jugend, dass ich heute nicht mehr so benutzen würde ist mir wieder eingefallen: „Fratzengeballer“, was so viel heissen sollte wie „vor lauter Action-Spass das Gesicht verzerren“ :-). Doch seht selbst:

https://www.youtube.com/watch?v=HbIq4K8qFAA  (wie üblich evtl. Qualität beim Abspielen hoch stellen, sonst sieht es nicht gut aus)

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Was sich wirklich unwahrscheinlich bezahlt gemacht hat, ist das Motorradnavigationsgerät …

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Jun 17

Wheels and Waves Teil 1

So, Torsten und Dirk sind „on the road again“. Es soll von Narbonne aus durch die Pyrenäen über Andorra nach Biarritz zu dem zum sechsten Mal stattfindenden „Wheels & Waves-Festival“ gehen, ein Treffen für Motorradfahren und Wellenreiter :-). Doch zunächst müssen wir ja erst einmal nach Narbonne kommen. Wir entscheiden uns für den „Käse-Weg“ 😉 durch die Schweizer Alpen. Hat jemand gewusst, dass der Erfinder vom „Alien“ HR Giger ausgerechnet ebenfalls aus Gruyères stammt?

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Jun 02

Übung Übung :-)

Es ist unwahrscheinlich wie harmlos, beim 30cm-Sprung schon fast lächerlich, das auf dem Video aussieht 🙂 :-), in Echt macht man sich aber fast ins Hemd 🙂

Also dies wird eines der letzten Male, wo ich normale Abfahrten ins Netz stelle, in Zukunft dann nur noch Red-Bull-reife Stunts :-), aber da mir ja die Bikes geklaut wurden mussten hier unbedingt Bilder vom neuen „wieder ein Reign“ verewigt werden: